Christuskirche Brühl
Konzertbeginn
Eine gründliche Entrümpelung lässt immer ein neues Zuhause erkennen. So auch bei Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ von Concerto Köln. Das preisgekrönte Barockorchester hat sich den Evergreen vorgeknöpft und alles Starre von vornherein ausgeklammert: Freiheit lautet das oberste Gebot. Und so wird entlang der Partitur gespielt, experimentiert, improvisiert, dass man das Original zwar mühelos erkennt, aber permanent mit einem Ansatz konfrontiert wird, wie er zu Vivaldis Zeiten gang und gäbe ist: Die Partitur dient nur als Basis, als Skelett, das von den Musikern mit Fantasie und Gestaltungslust angereichert wird. Das perfekte MOVIMENTO-Finale!
Programm
Antonio Vivaldi (1678–1741)
Die vier Jahreszeiten
Concerto E-Dur RV 269 »La Primavera« (Der Frühling)
Allegro
Largo e pianissimo sempre
Allegro: Danza pastorale
Concerto g-Moll RV 315 »L’estate« (Der Sommer)
Allegro non molto – Allegro
Adagio – Presto e forte
Presto: Tempo impetuoso d’Estate
Concerto F-Dur RV 293 »L’autunno« (Der Herbst)
Allegro – Allegro assai. Ballo e Canto de’ Villanelli
Adagio molto: Dormienti ubriachi
Allegro: La Caccia
Concerto f-Moll RV 297 »L’inverno« (Der Winter)
Allegro non molto
Largo
Allegro
Ausführende
Concerto Köln
Barockorchester
Violine Solo
Evgeny Sviridov
Violine I
Anna Dmitrieva, Yukie Yamaguchi, Hedwig van der Linde
Violine II
Justyna Skatulnik, Horst-Peter Steffen, Ha-Na Lee
Viola
Corina Golomos, Priscila Rodriguez Cabaleiro
Violoncello
Alexander Scherf, Felix Zimmermann
Kontrabaß
Paula Rommel
Cembalo
Wiebke Weidanz
Biografien

Die Christuskirche wurde 1888 geweiht und gilt als älteste evangelische Kirche zwischen Köln und Bonn. Nachdem der im neugotischen Stil erbaute Sakralraum im März 1945 fast vollständig zerstört wurde, wurde auf gleichem Grundriss der heutige klassische, helle Neubau errichtet. Ausgestaltet wurde die Kirche von dem Künstler Helmut Uhrig. Biblische Szenen und Geschichten werden in verschiedenen Techniken dargestellt; „Erlösung“ ist das alles verbindende Thema. Die Orgel der Firma Weimbs, Hellenthal, wurde 1985 auf der Empore über dem Eingang eingebaut.


