© Viviane Chassot by Marco Borggreve

Inmitten dichter Siedlungsbebauung steht im Neusser Stadtteil Weckhoven ein Meisterwerk moderner Sakralbaukunst. Die Architekten Schaller und der leitende Bauingenieur Stefan Polónyi schufen Mitte der 60er Jahre eines der kühnsten und filigransten Betonfaltwerke: eine nur sieben Zentimeter starke und dem Vorbild der Papierfalttechnik entlehnte Knickbetonschale. Mit Blick auf die Eingangsseite wirkt das Gotteshaus wie ein riesiges, vorzeitliches Schalentier, das seinen Kopf unter einen Panzer aus hellgrünen, faltig aufgeworfenen Platten zurückgezogen hat.

Viviane Chassot füllt diesen archaischen Raum mit "Bach pur". Die Schweizerin gehört zu den weltweit herausragenden Interpretinnen auf dem Akkordeon und hat sich in ihrem jüngsten Projekt dem umfangreichen Oeuvre des Thomaskantors verschrieben. "Alles ist drin, was das Leben beinhaltet. Sie spielt die Musik von Johann Sebastian Bach nicht nur phänomenal, nein, die Akkordeonistin Viviane Chassot erzählt sie."

AUSFÜHRENDE
Viviane Chassot, Akkordeon solo

STATION 5
St. Paulus Weckhoven
Konzertbeginn jeweils
14:30 / 15:00 / 15:30 / 16:00
St. Paulus Weckhoven
Maximilian-Kolbe-Straße 4
41466 Neuss
© Pfarrkirche St. Paulus Neuss-Weckhoven

Ein stützenfreier, übersichtlicher Raum mit etwa 400 Plätzen war 1966 das Ziel bei der Errichtung der neuen Pfarrkirche in Neuss-Weckhoven. Der Architekt und die Gemeinde entschieden sich hierbei für eine völlig neue Art einer Stahlbetonkonstruktion in der Form eines Faltwerkes, welches als Gesamtwerk an ein Zelt erinnert. Ein damals umstrittener Punkt war die Außenverkleidung der Kirche mit Kupferblech. Doch heute ist die grüne Patina des Daches weithin sichtbar und aus Weckhoven nicht mehr wegzudenken.

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